Champions – Es ist nie zu spät für ein Comeback

„Champions – Es ist nie zu spät für ein Comeback“ ist eine Schweizer Komödie aus dem Jahr 2009, die zeigt, dass die Liebe zum Sport so manchen Kraftakt möglich macht. Erzählt wird dabei die Geschichte eines in die Tage gekommenen ehemaligen Eishockeyspielers, bei dem anstelle der früheren sportlichen Erfolge inzwischen nur noch die persönliche Misere den Alltag bestimmt, bis schließlich der vermeintliche Untergang des alten Vereins doch noch einmal die Chance bietet, es allen zu beweisen. Letztlich bedeutet dies jedoch nicht nur den Kampf auf dem Eis, sondern auch den Kampf um eine alte Liebe und den Stolz der eigenen Familie.

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Der staubige Glanz vergangener Tage

Es ist inzwischen lange her, da war Gigi Poltera, gespielt von Komödiant und Charakterkopf Marco Rima, ein Star auf dem Eis. Mit seinem heimischen Eishockeyclub Arosa errang er in den 1980er Jahren große Erfolge und feierte beinahe sogar einmal die Schweizer Meisterschaft. Nicht zuletzt führte er sogar die Tochter (Stefanie Japp) des Präsidenten (Jörg Schneider) vor den Traualtar. Doch die Zeiten von Glanz, Glorie und Glückseligkeit sind längst passé. Während Gigi geschieden ist, von seinem Sohn kaum gemocht wird und sich inzwischen als Postbote den Lebensunterhalt verdient, hat auch der einst erfolgreiche Eishockeyverein die guten Zeiten hinter sich: Der Club steht vor dem Aus, muss zur Abwendung der völligen Pleite die besten Spieler verkaufen und kann nur noch eine Mindestanzahl an Juniorenspielern aufbieten, zu denen auch Sohn Tim gehört. Die prekäre Situation und ein paar Bier bringen Gigis besten Freund Sturzi (Andrea Zogg) auf eine grandiose Idee: ein Comeback der Altstars.

Das Wunder von Arosa

Zwar teilt Gigi die Euphorie seines Freundes nicht im geringsten, doch schließt er sich an, weil sich dadurch die Chance bietet, das Ansehen seines Sohnes zu erringen. Von der Siegertruppe von damals lassen sich letztlich jedoch nur zwei der vermeintlichen Profis reaktivieren. Zum einen den Dorfpfarrer Fritz, ehemals Torhüter und inzwischen mit einer sichtbaren Vorliebe für deftige Speisen, und zum anderen Frischi, der bis dato eine Amateur-Damenmannschaft betreut und ansonsten seinem Ruf als Frauenheld alle Ehre macht. Nun ist das Team zwar aufgestellt, doch von der Form einstiger Tage nur wenig übrig geblieben. Die ersten Spielergebnisse fallen entsprechend ernüchternd aus. Das Geldproblem des Clubs ist derweil unverändert groß, sodass dringend ein Sponsor her muss. Als dann noch der Clubpräsident einen Herzinfarkt erleidet und ausgerechnet vor dem entscheidenden Spiel wegen einer defekten Kühlmaschine das Eis schmilzt, scheint der ohnehin schon schwere Kampf an den verschiedenen Fronten schier aussichtslos. Letztlich ist es jedoch ein Zusammenspiel aus Glück, Siegeswille und Teamgeist, welches den wundersamen Erfolg des EHC Arosa unter großem Jubel möglich macht. Schließlich jedoch ist es natürlich Gigis persönlicher Sieg über sein Schicksal, das die Moral des Films bedeutet.

Der wahre EHC Arosa

Der 1924 gegründete Eishockeyclub Arosa blickt auf eine stolze Tradition zurück und konnte bereits neun mal den Schweizer Meistertitel erringen, davon in den 1950er Jahren sogar sieben in Folge. Unter allen Schweizer Eishockeyclubs ist er damit der Dritterfolgreichste. Nichtsdestotrotz war der Club tatsächlich auch von Krisenzeiten geplagt. Nachdem Anfang der 80er noch einmal zwei Meisterschaften gewonnen werden konnten, machte kurze Zeit später die Finanznot einen Abstieg in die 1. Liga, der dritthöchsten Spielklasse, unausweichlich. An diese Ära knüpft der Film an. Derzeit befindet sich der Club nach wie vor in der 1. Liga.

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